Samstag, 1. Juli 2006

McLeod Ganj: Dalai Lama & Silberstaub

Am ersten Abend trotteten wir von Bhagsu nach McLeod Ganj um uns eine Geneh- migung zu einer Audience fuer Seine Heiligkeit zu beantragen. Das Buero der tibetischen Vertretung hatte leider schon geschlossen wie wir von einem jungen Tibeter erfuhren. Nichtsdestotrotz war es fuer uns ein aeusert ereignisreicher Abend. Namgyal und sein Freund Wangchuk zeigten uns den Tempelkomplex Dalai Lamas und luden uns danach noch auf eine tibetische Nudelsuppe "Thenthouk" nach Hause ein. Namgyal erzaehlte von seiner Flucht aus Tibet wie er mit einem Guide nachts aufbrach, um die grosse Freiheit in Nordindien zu erlangen. Tagsueber versteckten sie sich in Motels vor den chin. Milizen. Nach dem momentanen Stand wird es fuer Ihn keine Moeglichkeit geben nach Tibet zurueckzukehren zu seiner Familie. Ich schluckte als ich die Geschichte vernahm.
Am naechsten Tag wuerden wieder unzaehlige "Newcomer" vom Dalai begruesst werden, die dem Regime entflohen sind. Fuer uns war das DIE Gelegenheit Seine Heiligkeit zumindest einmal zu sehen. Am naechsten Morgen trafen wir im Eingangsbereich zum Tempel Namgyal. Der Zutritt war an diesem Tag aufgrund der Ansprache fuer die Neuankoemmlinge fuer uns untersagt. Zum Glueck wusste Namgyal einen Platz von dem aus wir in 20 m Entfernung Seine Heiligkeit sehen konnten. Die vorerst letzte Chance, da er am naechsten Tag in die Staaten flog.
Ich war unendlich dankbar, dass wir Namgyal wieder "zufaellig" getroffen hatten. Danach ging's zur Buddhist-Class nach Dharmashala.

Yeshi Dhonden statteten wir auch einen Besuch ab. Nachdem wir schon keine Audience bei Dalai Lama bekommen konnten, gingen wir zum Leibarzt von Seiner Heiligkeit...
Etwas kritisch blickte Yeshi als er unseren Urin schaumig ruehrte. Was er da wohl lesen konnte?
Es musste graesslig gewesen sein, wenn man die scheusslich schmeckenden tibetischen Pillen als Gradmesser heranzieht. ;-)


Unsere erste kleine Bergtour ging
hoch nach
Triund von 2
auf 3000 m.













Der Abstieg wurde duch ein paar junge vietnamesische Monks versuesst...














Kulinarisch war das Angebot in McLeod Ganj recht reichhaltig. Nachdem wir uns ueberlegten im Vipassana Center einen 10taegigen Meditationskurs zu belegen, lernten wir Umesh kennen. Einer der wenigen Inder, die sich in McLeod Ganj aufhalten. Eigentlich ist das Stadtbild hauptsaechlich von Tibetern gepreaegt.
Umesh ludt uns zu einem indischen Fruehstueck ein und wir hatten die Ehre mit ihm Chappatthi, Paratha, gefuelltes Paratha mit Karotten/Kaese/... zu backen.

Ich liess mich dazu hinreissen einen Malla-Kurs zu machen. Bin jetzt endlich in der Lage meine Ketten selbst zu knuepfen.


Ausserdem verbrachte ich noch 4 Tage in der Silver Smith School. Ravi musste ziemlich viel Geduld haben... auch meine Nervenstraenge wurden getestet, v.a. als Ravi mir ne verdammt kleine Feile in die Hand drueckte um fuer den Kokosnussring hauchfein geraspelten Puder zu bekommen.

Mein Respekt zu den Metallberufen meines Vaters bzw. Bruders stiegen in diesen Tagen gehoerig.