North Far Queensland
WOW! Es war die absolute Freiheit! Ich genoss es unheimlich endlich wieder hinterm Steuer zu sitzen. Wir sind eben doch Kinder der Strasse. Das einzige was die Freude ueber das wieder erlangte Freiheitsgefuehl durch unseren Bus daempfte, waren die Schmerzen, die Martin am ersten Tag bekam, als wir Cairns ENDLICH verliessen. Wir fuhren hoch in den Norden nach Port Douglas zum 4 Mile Beach. Als die Schmerzen unertraeglich wurden, suchten wir dort einen Arzt auf. Mit der Diagnose Dengue-Fieber befanden wir uns 1 h spaeter wieder in unserem Vehicle. Nachdem mir der Befund etwas schleierhaft war, fuhren wir anschliessend ins naechste "Bush"-Krankenhaus nach Mossman. Nachdem uns keiner sagen konnte, wann der Arzt wieder zurueck sein wuerde, und uns Schwestern beruhigten, dass es bestimmt das "North Far Queensland Fieber" waere, fuhren wir zum Mossman Nationalpark und schlugen unser Nachtquartier dort auf, da es nur 10 min vom Krankenhaus entfernt lag.
Nachts als die Schmerzen fuer Martin sich ins unermessliche gesteigert hatten, fuhr ich ihn gleich wieder zurueck nach Mossman. Nach einer 2. Fehldiagnose und mit 40 Grad Fieber wurde er entlassen. Er schwitzte die Nacht unheimlich, so dass ich fruehmorgens im Bus sass und ihm meinen trocknen Platz uebergab. Ich wartete bis es hell wurde in der Hoffnung, dass sich der Zustand endlich bessern wuerde. Das Fieber war nicht unter Kontrolle zu bekommen, somit fuhren wir ein 3. Mal ins Krankenhaus. Und dann endlich behielten sie ihn mit der Bestaetigung, dass ein 5 cm grosser Abszess all die Qualen verursachte. Am gleichen Abend fuhren sie ihn dann mit der Ambulanz nach Cairns zurueck. Ich klebte an den Lippen des Arztes, der angeordnet hatte, dass eine Einweisung nach Cairns unabdingbar waere, wie er die Worte formte:"Queensland Base Hospital is one of the busiest hospitals in the world!"Als ich nach Cairns kam, lag Martin bereits schon auf der Emergency zusammengekauert unter Decken. Um 1:30 Uhr nachts kam eine Schwester und teilte uns mit, dass die Aerzte heute keine Zeit mehr haette und am naechsten Tag jemand kommen wuerde. Am naechsten Morgen als ich wieder in die Klinik kam, lag er bereits auf der Station. Und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Wir wussen wir hatten keine Wahl, somit willigten wir ein in die Operation, die dann am gleichen Tag abends um 20 Uhr stattfandt. Ich war so erleichtert als dann 2 h spaeter der Pfleger mit Martin wieder angerollt kam! Puuh!
Nach dem Krankenhausaufenthalt blieben wir ersteinmal noch 2 Tage in einem Backpacker. Wobei Martin meinte, dass es vom Krankenhaus in den Knast ging. Aufgrundessen war ich froh, als er bereits nach 2 Tagen wieder im Bus schlafen wollte.

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