D E L H I g h t
DELHI:
Wir steigen ins Flugzeug. Rickshaw-Fahrer verfolgen uns. Strassenhaendler rennen noch gierig hinter uns her. Selbst vor der Rollbahn machen sie keinen Halt. Einige kleben beim Abheben noch an der Scheibe. Lechzend nach den letzten Rupies!
Meine Vorstellung von Delhi aufgrund von verschiedenen Berichten. ;-)
Die letzten Tage in Indien verbrachten wir in Delhi. Wir fuhren nach ein paar entspannten Tagen in Manali ueber Nacht zur Hauptstadt Indiens. Als wir vormittags ankamen, war ich ersteinmal total ueberrascht. Wie man es in Indien schon so oft erlebt hatte, warteten bereits Unmengen Inder auf einen, um einen zu ueberzeugen, dass es am besten waere ihnen zu folgen i. B. auf Unterkuenfte,...
Wir stiegen aus, und es standen nur 2 Minibusse dort, die einen ins Zentrum bringen sollten. Wie ich kurzer Hand erfuhr, wurden wir 20 km ausserhalb Delhis abgeladen. Kein Wunder, dass alles noch so ruhig wirkte. Die Ruhe vor dem Sturm?
Wir waren gespannt was uns in der City erwarten wuerde, da wir von etlichen Reisebekanntschaften mitbekommen hatte, dass es GRAUENVOLL sei! Aufgrund verschiedener Berichterstattungen haetten wir am liebsten die Grosstadt umgangen, aber wir mussten ja schliesslich irgendwie auch wieder raus aus dem Land. Wir wurden oft beneidet, dass sich unser verschlafener Ankunftsflughafen in Goa befandt!
Im Zubringer-Bus hiess die Devise wieder 2 Personen 1 Sitzplatz. Als sich der Bus in Bewegung setzte und in die Wohngebiete Delhis rollte, steigerte sich mein Erstaunt-Sein. ALLES GRUEN!
Wir fuhren durch regelrechte Alleen! Ich konnte es nicht glauben. WOW! Das ist also Delhi?!?
Es gab fuer mich keinen Anlass nicht positiv ueberrascht zu sein. Selbst die kommenden paar Tage liessen mir meine Meinung nicht aendern. Vielleicht hatten wir in Indien auch zu viel gesehen, ... nichts konnte uns so schnell abschrecken!
Die erwartete Strassenverkaeuferflut blieb aus. Wo waren die nur alle? War es die Hitze? Der Monsoon hatte Verspaetung. Man machte die Wetterstationen dafuer verantwortlich... staendig wurde Regen prognostiziert, aber er blieb aus. Gluecklicherweise zeigte sich sogar bis zu unserem Abflugstag keine Regenwolke. Bomboy stand an diesen Tagen schon unter Wasser! Unvorstellbar! Ich genoss das Grosstadtflair, und Martin befuerchtete schon, dass er mit mir nach Delhi ziehen muesse. Endlich "offenes" Eis auf der Waffel essen zu koennen, nobel am Connor-Place dinieren gehen fuer schlappe 300 Rupies (6 Euro), Cocktails mit Eiswuerfeln zu schluerfen,...
Der letzte Abend hielt fuer uns noch eine besondere Ueber- raschung bereit. Nachdem ich besonders neugierig war, was sich nachts fuer eine Lichteroase mitten in Delhi befandt, landeten wir auf einer Hochzeit unter freien Himmel. Die Inder zeigten sich noch einmal von Ihrer gastfreundlichsten Seite und luden uns x-Mal ein, um auch am Bueffet teilzunehmen. Aber nachdem wir bei Mc Donalds fast das ganze Sortiment an vegetarischen Burger (andere werden in Indien nicht abgenommen!) durchprobiert hatten, war uns nach allem nur nicht essen. Schade, eigentlich...

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